Was ist ein Long Call Butterfly?
Ein Long Call Butterfly kauft je einen Call unter und über dem Kurs und verkauft zwei Calls dazwischen, alle mit derselben Laufzeit. Der maximale Gewinn entsteht nur exakt am mittleren Strike, der maximale Verlust ist der gezahlte Debit. Es ist eine Wette auf ein präzises Kursziel.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Butterfly ist eine Wette auf ein präzises Kursziel, nicht auf eine Richtung.
- Der maximale Verlust ist der gezahlte Debit — bei einem Butterfly typischerweise sehr klein.
- Obwohl du zahlst, arbeitet die Zeit für dich, solange der Kurs nahe der Mitte bleibt.
- Der Wert der Position entsteht erst in den letzten Wochen vor Verfall.
Die Frage, die du dir vor dem Einstieg beantworten musst: Hast du ein präzises Kursziel - nicht nur eine Richtung?
Das einfache Bild: ein Wurf auf die Dartscheibe
Stell dir eine Dartscheibe auf dem Jahrmarkt vor. Ein Wurf kostet 1,50 €, mehr verlangt der Standbetreiber nicht. Triffst du genau die Mitte, zahlt er dir 5 € aus. Triffst du einen Ring daneben, bekommst du weniger. Verfehlst du die Scheibe ganz, ist dein Einsatz weg — aber eben auch nur der Einsatz, egal ob du zehn Zentimeter oder zehn Meter danebenliegst.
Drei Dinge folgen daraus, und sie sind der ganze Butterfly:
- Du zahlst wenig und weißt vor dem Wurf genau, wie viel du verlieren kannst.
- Die volle Auszahlung gibt es nur in der Mitte. Ein Ring daneben ist schon deutlich weniger.
- Außerhalb der Scheibe spielt es keine Rolle mehr, wie weit du danebenliegst.
Wo das Bild endet: Der Dartpfeil ist in einer Sekunde entschieden. Deine Position läuft über Wochen — und sie ist die meiste Zeit ungefähr so viel wert wie am Tag des Kaufs. Die Spitze über der Mitte bildet sich erst in den letzten Wochen vor dem Stichtag heraus. Außerdem wirfst du nicht selbst: Der Kurs bewegt sich von allein auf die Mitte zu oder von ihr weg, und du kannst deinen Wurf jederzeit an jemand anderen weiterverkaufen, statt das Ende abzuwarten.
Wie funktioniert ein Long Call Butterfly?
Der Butterfly verdient am Zeitwertverfall — daran, dass eine Option mit jedem Tag ein Stück des Aufschlags verliert, den sie nur fürs Warten enthält. Das ist die überraschendste Eigenschaft dieser Strategie: Du zahlst beim Einstieg einen Debit, also einen Nettobetrag, der von deinem Konto abgeht, wie bei einem gekauften Call. Und trotzdem arbeitet die Zeit für dich statt gegen dich.
Der Grund steckt im Aufbau. Du verkaufst zwei Optionen in der Mitte und kaufst zwei an den Rändern. Optionen nahe am aktuellen Kurs enthalten mehr Zeitwert als solche weit davon entfernt, also verkaufst du unterm Strich mehr Zeitwert, als du kaufst, obwohl die Position insgesamt Geld kostet. Solange der Kurs nahe am mittleren Strike bleibt, verlieren die beiden verkauften Calls schneller an Wert als die beiden gekauften — und diese Differenz ist dein Gewinn.
Der zweite Treiber ist die Richtung, aber in einem ungewöhnlichen Sinn: Du brauchst keine Bewegung, du brauchst einen bestimmten Kurs. Der Butterfly ist die einzige Strategie in dieser Matrix, die ein präzises Kursziel verlangt statt einer Richtung oder einer Spanne.
Gegen dich arbeitet Bewegung in jede Richtung. Läuft der Kurs von der Mitte weg, verlierst du — nach oben genauso wie nach unten.
Wenn du dir eine Sache merken willst: Du zahlst wenig für eine Aussage, die sehr genau sein muss.
Wie ist ein Long Call Butterfly aufgebaut?
Drei Strikes, vier Kontrakte, eine Laufzeit:
- +1 Call @K-W
- -2 Call @K
- +1 Call @K+W
Die beiden verkauften Calls in der Mitte liegen auf deinem Kursziel. Die beiden gekauften Calls an den Rändern sind gleich weit davon entfernt — dieser Abstand ist die Flügelbreite und bestimmt sowohl den Preis als auch den möglichen Gewinn.
Ein breiter Butterfly kostet mehr und hat eine breitere Gewinnzone. Ein schmaler kostet fast nichts und verlangt, dass der Kurs praktisch auf dem Strike landet. Die Datenbasis nennt als Faustregel nur eines: die Mitte auf das Kursziel.
Wie berechnet sich Gewinn und Verlust beim Long Call Butterfly?
Die Beispiel-Aktie steht bei 100 €. Du erwartest, dass sie dort bleibt. Du kaufst den 95er Call, verkaufst zwei 100er Calls und kaufst den 105er Call. Netto zahlst du 1,50 € pro Aktie, also 150 € pro Kontrakt. Die Flügelbreite beträgt 5 €.
| Größe | Wert |
|---|---|
| Long Call | 95 € |
| Short Calls (2×) | 100 € |
| Long Call | 105 € |
| Flügelbreite | 5 € |
| Gezahlter Debit | 1,50 € |
| Break-even unten | 96,50 € |
| Break-even oben | 103,50 € |
| Maximaler Verlust | 1,50 € pro Aktie (150 €) |
| Maximaler Gewinn | 3,50 € pro Aktie (350 €), nur bei 100 € |
Maximaler Verlust: 1,50 € pro Aktie, also 150 € pro Kontrakt — der gezahlte Debit. Er tritt ein, sobald die Aktie am Verfall bei oder unter 95 € oder bei oder über 105 € steht. Außerhalb der Flügel ändert sich nichts mehr: Bei 130 € ist der Verlust derselbe wie bei 105 €.
Maximaler Gewinn: 3,50 € pro Aktie, also 350 € pro Kontrakt — Flügelbreite minus Debit, aber nur exakt bei 100 €. Das ist ein einzelner Punkt, keine Zone. Steht die Aktie bei 101 €, sind es 2,50 € statt 3,50 €.
Break-even unten: 96,50 € — unterer Strike plus Debit. Break-even oben: 103,50 € — oberer Strike minus Debit.
Die Zahl, die den Butterfly attraktiv macht: Du riskierst 150 €, um bis zu 350 € zu verdienen — mehr als das Doppelte. Die Zahl, die diese Attraktivität einordnet: Der volle Betrag steht nur an einem einzigen Punkt zur Verfügung, und die Gewinnzone von 96,50 € bis 103,50 € ist 7 € breit. Ob das reicht, sagt dir der Expected Move für diese Laufzeit — liegt er über 3,50 €, wettest du gegen die eingepreiste Bewegung.
Wann lohnt sich ein Long Call Butterfly?
Der Butterfly gehört in eine Seitwärtsphase oder in die Beruhigung nach einem Volatilitätsspike — und, anders als der Iron Condor, an eine Stelle, an der du nicht nur eine Spanne, sondern einen konkreten Kurs benennen kannst. Typisch sind ein Widerstand, an dem eine Bewegung erfahrungsgemäß endet, oder ein Niveau, an dem sich große offene Positionen häufen.
Beim Volatilitätsregime will er hohe implizite Volatilität. Der Grund ist derselbe wie bei jeder netto verkauften Zeitwertposition: Ist die IV hoch, bekommst du für die beiden verkauften Calls in der Mitte mehr, der Debit sinkt, und dein Verhältnis von Einsatz zu möglichem Gewinn verbessert sich.
Seine Ziele sind Spekulation und Volatilität. Er ist keine Einkommensstrategie: Der Ertrag entsteht punktuell, nicht laufend.
- Passende Marktphasen
Welche Rolle spielen die Griechen beim Long Call Butterfly?
| Grieche | Vorzeichen |
|---|---|
| Delta | ~ |
| Gamma | - |
| Theta | + |
| Vega | - |
Kurzform: Delta nahe null, negatives Gamma, positives Theta, negatives Vega. Das positive Theta bei einer bezahlten Position ist die Besonderheit dieser Strategie. Das negative Gamma bedeutet: Je näher der Verfall, desto heftiger reagiert die Position auf Kursbewegungen — was hier in beide Richtungen wirkt, weil es auch die Spitze über dem mittleren Strike erst entstehen lässt.
Wie wird ein Long Call Butterfly gemanagt?
| Gewinnziel | 25-50% des Maximalgewinns |
|---|---|
| Verlustgrenze | Debit ist das Risiko |
| Zeitregel | Wert entsteht erst kurz vor Verfall |
Die Zeitregel steht hier auf dem Kopf. Bei fast jeder anderen Strategie heißt sie "vor 21 DTE schließen". Beim Butterfly heißt sie: Der Wert entsteht erst kurz vor Verfall. Bei 45 Tagen Restlaufzeit ist die Payoff-Kurve nahezu flach — die Position ist ungefähr so viel wert, wie sie gekostet hat, egal wo der Kurs steht. Erst wenn der Zeitwert aus den beiden verkauften Calls verschwindet, bildet sich die Spitze über dem mittleren Strike.
Das hat eine unbequeme Konsequenz: Du musst die Position genau in der Phase halten, in der jede andere Strategie geschlossen würde. Und du hältst sie mit stark negativem Gamma.
Die Verlustgrenze steht nicht in der Tabelle, weil sie bereits bezahlt ist. Der Debit ist das Risiko. Das ist der Grund, warum ein Butterfly trotz drei Legs und negativem Gamma eine überschaubare Position bleibt — solange die Größe stimmt.
Welches Assignment-Risiko und welchen Kapitalbedarf hat ein Long Call Butterfly?
Das Assignment-Risiko ist mittel und liegt an den beiden verkauften Calls in der Mitte. Weil diese am Geld stehen, sind sie oft im Geld oder knapp davor. Wird einer ausgeübt, entsteht eine Short-Position in der Aktie, die durch die gekauften Calls zwar gedeckt ist, aber aufgelöst werden muss. Vor Ex-Dividende steigt die Wahrscheinlichkeit spürbar.
Der Kapitalbedarf ist sehr niedrig und entspricht dem gezahlten Debit — 150 € in unserem Beispiel. Genau darin liegt der Reiz dieser Strategie: Sie erlaubt eine präzise These mit einem Einsatz, der auch bei kleinen Konten keine Rolle spielt. Und genau darin liegt auch die Versuchung, sie zu groß zu handeln, weil der Einzelbetrag so klein wirkt.
- Assignment-Risiko
- mittel an den beiden Short Legs
- Kapitalbedarf
- sehr niedrig (= Debit)
- Typische Laufzeit
- 20-45
- Typisches Delta
- Mitte am Kursziel
Was ein Long Call Butterfly nicht bedeutet
- Der Maximalgewinn ist kein Ergebnis, mit dem du rechnen darfst. Die 350 € existieren an genau einem Kurs und nur am Verfallstag. Was du realistisch mitnimmst, ist ein Ausschnitt dieser Kurve — deshalb liegen übliche Gewinnziele bei 25 bis 50 Prozent davon.
- „Kurs in der Zone" heißt noch nicht „Gewinn". Zwischen 95 € und 96,50 € liegt die Aktie zwar innerhalb der Flügel, die Position steht aber im Minus. Gewinn beginnt erst am unteren Break-even.
- Ein kleiner Einsatz ist keine kleine Position. 150 € pro Kontrakt laden dazu ein, zehn davon zu handeln. Dann sind es 1.500 €, die vollständig verloren gehen können — und die Wahrscheinlichkeit dafür ist bei einer Punktwette nicht klein.
- Der Butterfly ist keine Richtungswette. Er verliert nach oben genauso wie nach unten. Eine bullische Meinung drückst du über die Lage der drei Strikes aus, nicht über den Optionstyp.
- Dass die Zeit für dich arbeitet, heißt nicht, dass die Position täglich zulegt. Der Vorteil wird erst spürbar, wenn die verkaufte Mitte ihren Zeitwert verliert. In den ersten Wochen sieht ein funktionierender Butterfly aus wie ein Trade, der nichts tut.
Welche Fehler kosten beim Long Call Butterfly Geld?
Zu früh eröffnet. Der häufigste Fehler, und er entsteht aus einer falschen Erwartung. Ein Butterfly mit 60 Tagen Restlaufzeit bewegt sich kaum, auch wenn der Kurs genau dort steht, wo du ihn haben willst. Wer diese Wochen als "läuft nicht" liest und schließt, hat für die Konstruktion bezahlt und den Teil verpasst, in dem sie funktioniert.
Drei Legs bei dünner Liquidität. Ein Butterfly hat drei Strikes, also drei Geld-Brief-Spannen. Bei einem Einsatz von 150 € kostet ein um 20 Cent schlechterer Einstieg 20 € — mehr als 13 Prozent des Risikos, bevor überhaupt etwas passiert ist. Ordere immer als Kombination und nie Leg für Leg.
Den Maximalgewinn als Erwartung behandelt. 350 € klingen nach dem Ergebnis dieses Trades. Sie sind die Spitze einer Kurve, die genau einen Punkt hoch ist. Die realistische Bandbreite liegt bei 25 bis 50 Prozent davon — und wer mit dem Maximum kalkuliert, hält zu lange, um es zu erreichen.
Die Mitte nach Prämie statt nach Kursziel gewählt. Der mittlere Strike ist eine Prognose in Zahlenform. Wer ihn dorthin legt, wo der Debit am kleinsten aussieht, hat einen billigen Butterfly auf einen Kurs, den er nie erwartet hat.
Feynman-Check: Erklär den Butterfly ohne Fachwörter
Erkläre einer Person in drei Sätzen, was du gerade machst. Verwende dabei nicht die Wörter „Strike", „Debit", „Theta" und „Volatilität".
Deine Erklärung ist vollständig, wenn sie vier Dinge enthält:
- Wie viel kann dieser Trade dich höchstens kosten — und wann steht dieser Betrag fest?
- Bei welchem Kurs verdienst du am meisten, und wie schnell fällt der Ertrag daneben ab?
- Warum ist es dir egal, ob die Aktie knapp oder weit danebenliegt?
- Warum passiert in den ersten Wochen fast nichts?
Eine mögliche Erklärung lautet: „Ich habe 150 € darauf gesetzt, dass die Aktie an einem bestimmten Tag bei genau 100 € steht. Trifft sie diesen Kurs, bekomme ich 500 € ausgezahlt, also 350 € mehr, als ich eingesetzt habe. Je weiter sie danebenliegt, desto weniger bekomme ich zurück, und ab einem gewissen Abstand gar nichts mehr. Mehr als meine 150 € kann ich nicht verlieren, egal wie weit sie danebenliegt."
Wenn du in deiner Erklärung sagst, du gewinnst, „wenn die Aktie ungefähr bei 100 € steht", liegt genau dort die Wissenslücke. Geh dann noch einmal zum Rechenbeispiel zurück: „Ungefähr" reicht von 96,50 € bis 103,50 €, und der volle Betrag existiert nur an einem einzigen Punkt darin.
Fünf Fragen vor dem Einstieg
- Welchen konkreten Kurs erwarte ich am Verfallstag — und woran mache ich ihn fest?
- Liegt die vom Markt eingepreiste Bewegung für diese Laufzeit innerhalb oder außerhalb meiner Gewinnzone von 96,50 € bis 103,50 €?
- Wie eng sind die Geld-Brief-Spannen der drei Strikes, und was kostet mich ein um 20 Cent schlechterer Einstieg?
- Bin ich bereit, die Position bis in die letzten zwei Wochen zu halten, in denen sie am heftigsten schwankt?
- Wie viele Kontrakte handle ich — und wäre dieser Betrag auch dann vertretbar, wenn er vollständig verloren geht?
Long Call Butterfly oder Short Iron Condor: was ist der Unterschied?
Die wichtigsten Unterschiede zwischen Long Call Butterfly und Short Iron Condor zeigt diese datenbasierte Übersicht.
| Kriterium | Long Call Butterfly | Short Iron Condor |
|---|---|---|
| Marktphase | Range, kein Trend, Kurs pendelt zwischen Marken oder Nach Volatilitätsspike, Rückkehr zur Normalität erwartet | Range, kein Trend, Kurs pendelt zwischen Marken oder Nach Volatilitätsspike, Rückkehr zur Normalität erwartet |
| Treiber | Zeitwert | Zeitwert |
| Risiko definiert | Ja | Ja |
| Max. Gewinn | Spread-Breite minus bezahlte Prämie | vereinnahmte Prämie |
| Max. Verlust | bezahlte Prämie | der größere Wert aus Breite des Put-Flügels und Breite des Call-Flügels minus vereinnahmte Prämie |
| Kapitalbedarf | sehr niedrig (= Debit) | mittel |
| Broker-Level | 3 | 3 |
Kurz gesagt: Long Call Butterfly passt, wenn die Marktphase Range, kein Trend, Kurs pendelt zwischen Marken oder Nach Volatilitätsspike, Rückkehr zur Normalität erwartet ist und das Ziel Spekulation oder Volatilität lautet; Short Iron Condor passt, wenn die Marktphase Range, kein Trend, Kurs pendelt zwischen Marken oder Nach Volatilitätsspike, Rückkehr zur Normalität erwartet ist und das Ziel Einkommen lautet.
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Häufige Fragen
Warum arbeitet die Zeit bei einem Butterfly für mich, obwohl ich einen Debit zahle?
Weil die beiden verkauften Optionen in der Mitte mehr Zeitwert enthalten als die beiden gekauften an den Rändern. Netto ist die Position damit short Zeitwert. Solange der Kurs nahe am mittleren Strike bleibt, gewinnt sie jeden Tag — das unterscheidet sie von allen anderen Debit-Strategien.
Wann erreicht ein Long Call Butterfly seinen maximalen Gewinn?
Nur exakt am mittleren Strike und nur am Verfallstag. Jede Abweichung kostet. Der Maximalgewinn ist deshalb kein realistisches Ziel, sondern die Spitze einer Kurve — die üblichen Gewinnziele liegen bei 25 bis 50 Prozent davon.
Warum ist ein Butterfly kurz nach der Eröffnung fast wertlos?
Weil sein Wert erst entsteht, wenn Zeitwert verschwindet. Bei 45 Tagen Restlaufzeit ist die Kurve fast flach, egal wo der Kurs steht. Erst in den letzten zwei bis drei Wochen bildet sich die Spitze über dem mittleren Strike heraus. Wer nach einer Woche ins Depot schaut und nichts sieht, sieht das Erwartete.
Was ist der Unterschied zwischen Butterfly und Iron Condor?
Der Iron Condor hat zwei verschiedene mittlere Strikes und damit eine breite Gewinnzone mit gedeckeltem Ertrag. Der Butterfly zieht diese beiden Strikes auf einen Punkt zusammen: Die Gewinnzone wird schmaler, der mögliche Gewinn im Verhältnis zum Einsatz deutlich größer.
Wie riskant sind die drei Legs bei der Ausführung?
Sehr. Ein Butterfly hat drei Strikes und damit drei Geld-Brief-Spannen. Bei einem Debit von 1,50 € pro Aktie kostet eine um 0,20 € schlechtere Ausführung bereits 13 Prozent des Einsatzes. Bei illiquiden Basiswerten ist ein Butterfly rechnerisch oft schon beim Einstieg verloren.
Weiter geht's im tabellarischen Überblick aller Optionsstrategien oder im Marktphasen-Finder.
Quellen
Diese Inhalte sind allgemeine Information zu Optionsstrategien und richten sich an einen unbestimmten Personenkreis. Sie sind keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Finanzanalyse. Optionsgeschäfte können zum Totalverlust und bei ungedeckten Positionen zu Verlusten über den Einsatz hinaus führen. Angaben zu steuerlichen Themen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine Steuerberatung. Stand: 2026-08-06.