Was ist ein Broken Wing Butterfly?
Ein Broken Wing Butterfly ist ein Butterfly mit ungleich breiten Flügeln: Ein äußerer Strike wird weiter nach außen geschoben. Dadurch wird die Position billiger oder bringt sogar einen Credit — und das gesamte Risiko verlagert sich auf die Seite mit dem breiten Flügel.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Broken Wing Butterfly verschiebt das Risiko auf eine Seite, statt es zu beseitigen.
- In der Credit-Variante gibt es auf der engen Seite keinen Verlust — auf der breiten schon.
- Der maximale Verlust ist die Differenz der Flügelbreiten abzüglich des Credits.
- Der breite Flügel gehört auf die Seite, deren Bewegung du für unwahrscheinlicher hältst.
Die Frage, die du dir vor dem Einstieg beantworten musst: Auf welcher Seite kannst du den großen Verlust wirklich ausschließen?
Das einfache Bild: die Wette, die nur auf einer Seite wehtun kann
Du wettest mit einem Nachbarn, wann heute die Lieferung kommt. Ihr legt drei Marken fest: neun Uhr, zehn Uhr, zwölf Uhr. Kommt sie vor zehn, passiert nichts weiter — du behältst einfach das Geld, das der Nachbar dir für die Wette gezahlt hat. Kommt sie genau um zehn, bekommst du am meisten. Wird es später, zahlst du mit jeder halben Stunde etwas zurück, bis zwölf. Danach ist egal, wie spät es wird: Mehr als diesen Betrag kostet es dich nicht.
Der entscheidende Unterschied zu einer normalen Wette auf einen Punkt steckt in den Fenstern. Nach vorn ist eine Stunde offen, nach hinten zwei. Und weil die späte Seite doppelt so weit offen steht, zahlt der Nachbar dir die Wette an, statt dass du ihn bezahlst.
Vier Dinge folgen daraus, und sie sind der ganze Broken Wing Butterfly:
- Du bekommst beim Abschluss Geld, statt welches auszugeben.
- Auf der frühen Seite kann dir nichts passieren — dort bleibt genau dieses Geld bei dir.
- Am meisten verdienst du an genau einer Uhrzeit, nicht in einem Zeitraum.
- Der gesamte mögliche Verlust liegt auf der späten Seite und ist dort deutlich größer als das, was du bekommen hast.
Wo das Bild endet: Eine Lieferung kommt einmal an, dann ist die Sache entschieden. Deine Position dagegen lässt sich jeden Tag zurückkaufen, und ihr Preis ändert sich laufend — mit dem Kurs, der Restlaufzeit und der erwarteten Schwankung. Außerdem kann die Gegenseite hier vorzeitig auf die Wette pochen: Die beiden verkauften Optionen in der Mitte können dir Aktien abrufen, bevor der Stichtag überhaupt erreicht ist.
Wie funktioniert ein Broken Wing Butterfly?
Der Broken Wing Butterfly verdient am Zeitwertverfall der beiden verkauften Optionen in der Mitte — also daran, dass eine Option mit jedem Tag ein Stück des Aufschlags verliert, den sie nur fürs Warten enthält. Genau wie ein normaler Long Call Butterfly. Der Unterschied steckt in einem einzigen Strike.
Beim normalen Butterfly liegen beide gekauften Optionen gleich weit von der Mitte entfernt. Beim Broken Wing schiebst du eine davon weiter nach außen. Diese Option ist dadurch billiger, und die gesamte Konstruktion wird günstiger — oft so weit, dass du beim Einstieg sogar Geld bekommst statt zu zahlen. Genau das meint der Begriff Credit: Der Nettobetrag fließt dir zu, statt von deinem Konto abzugehen.
Bezahlt wird dieser Rabatt mit Asymmetrie. Der weit außen liegende Flügel schützt später als der enge, und in der Lücke dazwischen entsteht ein Verlust, den der normale Butterfly nicht hat. Der Richtungs-Bias ist damit kein Nebeneffekt, sondern der Kern: Du sagst nicht nur, wo der Kurs landen soll, sondern auch, in welche Richtung er auf keinen Fall ausbrechen darf.
Gegen dich arbeitet Bewegung, aber nur noch auf einer Seite. Auf der engen Seite kann in der Credit-Variante nichts passieren; auf der breiten steht der volle Verlust.
Wenn du dir eine Sache merken willst: Der Broken Wing Butterfly beseitigt kein Risiko, er räumt es auf eine Seite.
Wie ist ein Broken Wing Butterfly aufgebaut?
Drei Strikes, vier Kontrakte, eine Laufzeit — mit ungleichen Abständen:
- +1 Call @K_low
- -2 Call @K
- +1 Call @K_high (ungleiche Flügelbreite)
Die beiden verkauften Calls in der Mitte liegen auf deinem Kursziel. Der eine gekaufte Call liegt nah darunter, der andere deutlich weiter darüber. Diese Ungleichheit ist die ganze Konstruktion.
Welche Seite den breiten Flügel bekommt, ist die eigentliche Entscheidung. In der hier gezeigten Call-Variante liegt der enge Flügel unten und der breite oben: Du schließt einen großen Verlust nach unten aus und akzeptierst ihn nach oben. Wer eine bärische Grundhaltung hat, baut die Konstruktion umgekehrt aus Puts.
Wie berechnet sich Gewinn und Verlust beim Broken Wing Butterfly?
Die Beispiel-Aktie steht bei 100 €. Du kaufst den 100er Call, verkaufst zwei 105er Calls und kaufst den 115er Call. Der enge Flügel ist 5 € breit, der breite 10 €. Für die gesamte Konstruktion kassierst du 0,50 € pro Aktie, also 50 € Credit pro Kontrakt.
| Größe | Wert |
|---|---|
| Long Call | 100 € |
| Short Calls (2×) | 105 € |
| Long Call | 115 € |
| Enger Flügel | 5 € |
| Breiter Flügel | 10 € |
| Vereinnahmter Credit | 0,50 € |
| Break-even oben | 110,50 € |
| Maximaler Gewinn | 5,50 € pro Aktie (550 €) |
| Maximaler Verlust | 4,50 € pro Aktie (450 €) |
Unterhalb von 100 €: du behältst den Credit. Alle drei Calls verfallen wertlos, und die 50 € bleiben bei dir. Das ist die Eigenschaft, die diese Strategie berühmt gemacht hat — und die regelmäßig als "risikofrei" missverstanden wird.
Maximaler Gewinn: 5,50 € pro Aktie, also 550 € pro Kontrakt — enger Flügel plus Credit, erreicht exakt bei 105 €.
Break-even oben: 110,50 €. Oberhalb von 105 € fällt das Ergebnis um einen Euro je Euro Kursanstieg; bei 110,50 € steht die Position bei null.
Maximaler Verlust: 4,50 € pro Aktie, also 450 € pro Kontrakt — die Differenz der Flügelbreiten (10 € minus 5 €) abzüglich des Credits. Erreicht wird er bei oder über 115 €, und dort bleibt er: Bei 140 € ist der Verlust derselbe wie bei 115 €.
Die Datenbasis nennt für den Break-even ausdrücklich "konstruktionsabhängig — muss simuliert werden". Das heißt nicht, dass er unberechenbar wäre: Für die hier gezeigten Strikes und diesen Credit liegt er exakt bei 110,50 €. Es heißt, dass es keine eine Formel gibt, die für alle Flügelkombinationen und für Credit- wie Debit-Varianten gleichermaßen gilt. Rechne ihn für deine konkrete Konstruktion aus, statt eine Formel von einer anderen zu übernehmen.
Wann lohnt sich ein Broken Wing Butterfly?
Der Broken Wing Butterfly passt in eine Seitwärtsphase und, wegen seines eingebauten Bias, auch in eine moderat gerichtete Phase. Er ist die flexibelste Strategie dieser Familie: Über die Wahl der Flügelseite lässt sich dieselbe Konstruktion neutral, leicht bullisch oder leicht bärisch aufstellen.
Beim Volatilitätsregime will er mittlere bis hohe implizite Volatilität, weil die beiden verkauften Optionen in der Mitte dann mehr einbringen — und je mehr sie einbringen, desto eher wird aus dem Debit ein Credit.
Seine Ziele sind Einkommen und Spekulation. Er sitzt damit zwischen dem klassischen Butterfly, der reine Spekulation auf ein Kursziel ist, und den Prämienstrategien.
- Passende Marktphasen
Welche Rolle spielen die Griechen beim Broken Wing Butterfly?
| Grieche | Vorzeichen |
|---|---|
| Delta | ~ |
| Gamma | - |
| Theta | + |
| Vega | - |
Kurzform: Delta konstruktionsabhängig, negatives Gamma, positives Theta, negatives Vega. Das Delta ist hier die interessante Größe: Anders als beim symmetrischen Butterfly startet die Position nicht bei null, sondern trägt den Bias, den du eingebaut hast. Wie groß dieser Bias ist, hängt allein davon ab, wie weit du den breiten Flügel hinausgeschoben hast.
Wie wird ein Broken Wing Butterfly gemanagt?
| Gewinnziel | 25-50% |
|---|---|
| Verlustgrenze | vor Erreichen der breiten Seite schließen |
| Zeitregel | bei 21 DTE prüfen |
Die Verlustgrenze ist bei dieser Strategie ungewöhnlich formuliert: vor Erreichen der breiten Seite schließen. Sie nennt keinen Betrag, sondern einen Kurs — und das passt zur Konstruktion. Weil das gesamte Risiko in der Zone zwischen dem mittleren Strike und dem breiten Flügel liegt, ist die relevante Frage nicht "wie viel Verlust ertrage ich", sondern "ab welchem Kurs will ich nicht mehr dabei sein".
In unserem Beispiel liegt diese Zone zwischen 105 € und 115 €. Eine sinnvolle Marke liegt darin, nicht dahinter — wer wartet, bis 115 € erreicht sind, hat den Maximalverlust bereits.
Das Gewinnziel von 25 bis 50 Prozent ist derselbe Gedanke wie beim symmetrischen Butterfly: Der volle Betrag existiert nur an einem Punkt und nur am Verfallstag.
Welches Assignment-Risiko und welchen Kapitalbedarf hat ein Broken Wing Butterfly?
Das Assignment-Risiko ist mittel und liegt an den beiden verkauften Calls in der Mitte. Werden sie ausgeübt, entsteht eine Short-Position über 200 Aktien, die durch die beiden gekauften Calls gedeckt, aber trotzdem aufzulösen ist. Vor einem Ex-Dividende-Termin steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich.
Der Kapitalbedarf ist mittel: Der Broker sperrt üblicherweise den maximalen Verlust, hier also 450 € pro Kontrakt. Der vereinnahmte Credit ändert daran nichts — er ist eine Einnahme, keine Sicherheit.
- Assignment-Risiko
- mittel
- Kapitalbedarf
- mittel
- Typische Laufzeit
- 30-60
- Typisches Delta
- konstruktionsabhängig
Was ein Broken Wing Butterfly nicht bedeutet
- „Kein Risiko auf einer Seite" heißt nicht „kein Risiko". Unterhalb von 100 € bleibt der Credit stehen, das stimmt. Oberhalb von 115 € stehen 450 € Verlust — das Neunfache dessen, was du eingenommen hast. Der Verlust ist definiert, aber er ist real und deutlich größer als der Ertrag.
- Der Maximalgewinn ist kein Ergebnis, mit dem du rechnen darfst. Die 550 € existieren bei exakt 105 € und nur am Verfallstag. Realistisch nimmst du einen Ausschnitt der Kurve mit, weshalb die üblichen Gewinnziele bei 25 bis 50 Prozent des Maximums liegen.
- Ein Credit ist keine Sicherheit. Die 50 € sind eine Einnahme, kein Puffer, den der Broker anrechnet. Gesperrt wird trotzdem der maximale Verlust von 450 €.
- Der Broken Wing Butterfly ist nicht neutral, auch wenn er so aussieht. Sobald ein Flügel weiter außen liegt, trägt die Position eine Richtungsaussage. Wer sie für richtungslos hält, hat die eigentliche Entscheidung ausgelassen.
- Ein Kurs unter dem mittleren Strike ist noch kein guter Trade. Er ist das Szenario, in dem du am wenigsten verlierst, nicht das, für das du die Konstruktion gebaut hast. Das Maximum liegt in der Mitte, und dorthin muss der Kurs auch kommen.
Welche Fehler kosten beim Broken Wing Butterfly Geld?
Als "risikofreier Butterfly" gelesen. Der einzige typische Fehler, den die Datenbasis nennt, und er entsteht aus einer halben Wahrheit. Richtig ist: In der Credit-Variante gibt es auf der engen Seite keinen Verlust. Falsch ist der Schluss daraus. Auf der breiten Seite steht ein Verlust, der in unserem Beispiel dem Neunfachen des Credits entspricht. Wer 50 € einnimmt und 450 € riskiert, hat kein risikofreies Geschäft, sondern ein sehr asymmetrisches.
Den breiten Flügel auf die falsche Seite gelegt. Die Konstruktion zwingt dich zu einer Richtungsaussage, auch wenn sie neutral aussieht. Wer den breiten Flügel nach oben legt, obwohl der Basiswert in einem Aufwärtstrend läuft, hat das Risiko genau dorthin geräumt, wo die Bewegung wahrscheinlich ist.
Den Break-even von einer anderen Konstruktion übernommen. Es gibt keine allgemeine Formel. Zwei Broken Wing Butterflies mit denselben mittleren Strikes, aber unterschiedlichen Flügelbreiten haben verschiedene Break-evens. Rechne ihn jedes Mal neu.
Drei Strikes bei dünner Liquidität. Wie bei jedem Butterfly bedeuten drei Strikes drei Geld-Brief-Spannen. Bei einem Credit von 50 € entscheidet die Ausführung darüber, ob die Position überhaupt als Credit zustande kommt — und damit über die Eigenschaft, wegen der du sie gewählt hast.
Feynman-Check: Erklär den Broken Wing Butterfly ohne Fachwörter
Erkläre einer Person in drei Sätzen, was du gerade machst. Verwende dabei nicht die Wörter „Strike", „Credit", „Flügel" und „Volatilität".
Deine Erklärung ist vollständig, wenn sie vier Dinge enthält:
- Bekommst du beim Einstieg Geld oder gibst du welches aus — und warum?
- Bei welchem einen Kurs verdienst du am meisten?
- Auf welcher Seite kann dir nichts passieren, und auf welcher steht der ganze Verlust?
- Wie groß ist dieser Verlust im Verhältnis zu dem, was du eingenommen hast?
Eine mögliche Erklärung lautet: „Ich habe 50 € dafür bekommen, dass ich eine Wette eingehe. Bleibt die Aktie unter 100 €, behalte ich die 50 € und sonst passiert nichts. Steht sie am Stichtag genau bei 105 €, verdiene ich mit 550 € am meisten. Steigt sie weiter, wird es teuer: Ab 115 € verliere ich 450 €, und mehr wird es auch dann nicht, wenn sie noch viel höher steht."
Wenn du in deiner Erklärung das Wort „risikofrei" benutzt, liegt genau dort die Wissenslücke. Geh dann noch einmal zum Rechenbeispiel zurück: 50 € Einnahme stehen 450 € möglichem Verlust gegenüber. Das ist kein Geschäft ohne Risiko, sondern ein sehr ungleich verteiltes.
Fünf Fragen vor dem Einstieg
- Auf welcher Seite kann ich die große Bewegung wirklich ausschließen — und woran mache ich das fest?
- Läuft der Basiswert gerade in genau die Richtung, in die ich den breiten Flügel gelegt habe?
- Habe ich den Break-even für meine konkrete Konstruktion selbst ausgerechnet, statt ihn von einer anderen zu übernehmen?
- Bei welchem Kurs zwischen 105 € und 115 € schließe ich — und steht diese Marke schon fest, bevor ich einsteige?
- Ist die Ausführung gut genug, dass die Position überhaupt als Credit zustande kommt?
Broken Wing Butterfly oder Long Call Butterfly: was ist der Unterschied?
Die wichtigsten Unterschiede zwischen Broken Wing Butterfly und Long Call Butterfly zeigt diese datenbasierte Übersicht.
| Kriterium | Broken Wing Butterfly | Long Call Butterfly |
|---|---|---|
| Marktphase | Range, kein Trend, Kurs pendelt zwischen Marken, Bodenbildung oder ruhiger Aufwärtsdrift oder Topbildung oder ruhiger Abwärtsdrift | Range, kein Trend, Kurs pendelt zwischen Marken oder Nach Volatilitätsspike, Rückkehr zur Normalität erwartet |
| Treiber | Zeitwert | Zeitwert |
| Risiko definiert | Ja | Ja |
| Max. Gewinn | Breite des engen Flügels - bezahlte Prämie bzw. Breite des engen Flügels + vereinnahmte Prämie an der Mitte | Spread-Breite minus bezahlte Prämie |
| Max. Verlust | (Breite des breiten Flügels minus Breite des engen Flügels) minus vereinnahmte Prämie | bezahlte Prämie |
| Kapitalbedarf | mittel | sehr niedrig (= Debit) |
| Broker-Level | 3 | 3 |
Kurz gesagt: Broken Wing Butterfly passt, wenn die Marktphase Range, kein Trend, Kurs pendelt zwischen Marken, Bodenbildung oder ruhiger Aufwärtsdrift oder Topbildung oder ruhiger Abwärtsdrift ist und das Ziel Einkommen oder Spekulation lautet; Long Call Butterfly passt, wenn die Marktphase Range, kein Trend, Kurs pendelt zwischen Marken oder Nach Volatilitätsspike, Rückkehr zur Normalität erwartet ist und das Ziel Spekulation oder Volatilität lautet.
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Häufige Fragen
Ist ein Broken Wing Butterfly wirklich risikofrei?
Nein. In einer Credit-Konstruktion existiert auf der engen Seite kein Verlust — dort bleibt der Credit stehen. Auf der breiten Seite ist der Verlust real und beträgt die Differenz der Flügelbreiten abzüglich des Credits. Die Formulierung "risikofrei" beschreibt eine Seite und verschweigt die andere.
Was ist der Unterschied zum normalen Butterfly?
Beim normalen Butterfly sind beide Flügel gleich breit, und die Position kostet einen Debit. Beim Broken Wing wird ein Flügel weiter nach außen geschoben. Das macht ihn billiger — oft sogar zu einem Credit — und verlagert das gesamte Risiko auf die Seite mit dem breiten Flügel.
Auf welche Seite gehört der breite Flügel?
Auf die Seite, deren Bewegung du für unwahrscheinlicher hältst. Genau das ist die Kernfrage dieser Strategie: Auf welcher Seite kannst du den großen Verlust wirklich ausschließen? Der eingebaute Richtungs-Bias ist kein Nebeneffekt, sondern die eigentliche Entscheidung.
Warum gibt es keine allgemeine Break-even-Formel?
Weil sie von der konkreten Konstruktion abhängt: von beiden Flügelbreiten und davon, ob die Position mit Credit oder Debit eröffnet wurde. Für eine gegebene Kombination lässt sich der Break-even exakt ausrechnen, eine allgemeine Formel für alle Varianten gibt es aber nicht.
Wie wird ein Broken Wing Butterfly gemanagt?
Vor Erreichen der breiten Seite schließen — das ist die Verlustgrenze, die die Datenbasis nennt. Weil das gesamte Risiko dort sitzt, ist die Frage nicht, wie viel Verlust du erträgst, sondern ab welchem Kurs du die Position nicht mehr halten willst. Diese Marke gehört vor den Einstieg festgelegt.
Weiter geht's im tabellarischen Überblick aller Optionsstrategien oder im Marktphasen-Finder.
Quellen
Diese Inhalte sind allgemeine Information zu Optionsstrategien und richten sich an einen unbestimmten Personenkreis. Sie sind keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Finanzanalyse. Optionsgeschäfte können zum Totalverlust und bei ungedeckten Positionen zu Verlusten über den Einsatz hinaus führen. Angaben zu steuerlichen Themen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine Steuerberatung. Stand: 2026-08-06.