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Glossar

Wie berechnet man den Break-even einer Option?

Wo liegt der Break-even einer Optionsstrategie?

Der Break-even ist der Kurs oder die Kursspanne, bei der eine Strategie am betrachteten Bewertungszeitpunkt weder Gewinn noch Verlust erzielt. Je nach Aufbau verschiebt die gezahlte oder vereinnahmte Prämie die Schwelle. Mehrbeinige Strategien können einen, zwei oder mehrere Break-evens besitzen; Gebühren und Ausführung können das Ergebnis zusätzlich verändern.

Wie er sich berechnet

Bei einem Long Call ist der Break-even am Verfall der Strike plus die gezahlte Prämie, beim Long Put der Strike minus die Prämie. Für verkaufte Optionen kehrt sich das um: Ein Cash-Secured Put erreicht ihn beim Strike abzüglich des erhaltenen Credits. Bei Spreads geht immer der Nettobetrag der gesamten Position ein, nie der Preis eines einzelnen Legs.

Bei einem Debit Spread ist es der gekaufte Strike plus der gezahlte Debit, bei einem Credit Spread der Short Strike, um den Credit in Richtung Gewinnzone verschoben. Die Logik bleibt immer dieselbe: Der Kurs muss die Nettoprämie erst wieder einspielen.

Warum es mehrere geben kann

Strategien mit Legs auf beiden Seiten haben zwei Break-evens: Ein Short Iron Condor ist zwischen ihnen profitabel, ein Long Straddle außerhalb. Butterflies und Ratio-Konstruktionen können weitere Schwellen erzeugen, weil sich die Steigung des Payoffs an mehreren Strikes ändert. Im Payoff-Diagramm sind es genau die Schnittpunkte mit der Nulllinie.

Wichtig ist außerdem, auf welchen Betrag sich die Zahl bezieht. Notierte Prämien gelten pro Aktie, gebucht wird erst über die Kontraktgröße. Ein Break-even, der pro Aktie unscheinbar aussieht, kann pro Kontrakt einen dreistelligen Unterschied bedeuten.

Was die Rechnung ausblendet

Der Break-even gilt für den Verfall. Vorher liegt die Gewinnschwelle woanders, weil Zeitwert und implizite Volatilität noch im Preis stecken — eine Position kann deutlich vor dem rechnerischen Break-even im Plus stehen, oder umgekehrt. Handelskosten und die Geld-Brief-Spanne verschieben ihn zusätzlich, bei mehrbeinigen Strategien pro Leg.

Strategien, in denen der Begriff zählt

  • Covered Call — Bist du bereit, die Aktien beim Call-Strike abzugeben - auch wenn sie danach weiterlaufen?
  • Short Iron Condor — Ist die erwartete Range wirklich enger als die vom Markt eingepreiste Bewegung?
  • Long Straddle — Muss die Bewegung größer sein als die vom Markt bereits eingepreiste?

Verwandte Begriffe

Alle Begriffe im Überblick findest du im Options-Glossar.

Diese Inhalte sind allgemeine Information zu Optionsstrategien und richten sich an einen unbestimmten Personenkreis. Sie sind keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Finanzanalyse. Optionsgeschäfte können zum Totalverlust und bei ungedeckten Positionen zu Verlusten über den Einsatz hinaus führen. Angaben zu steuerlichen Themen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine Steuerberatung. Stand: 2026-08-06.