Welche Optionsstrategien funktionieren, wenn ein Ausbruch bevorsteht?
Große Bewegung erwartet, Richtung offen (Event, Konsolidierung am Rand)
Was passt, wenn die Richtung offen ist?
Wenn eine große Bewegung ansteht, die Richtung aber offen ist, zahlt die Größe der Bewegung. Long Straddle und Long Strangle kaufen genau das: Sie gewinnen, wenn der Ausschlag groß genug ausfällt, egal wohin. Protective Put und Collar decken stattdessen eine bestehende Aktienposition gegen den Fall nach unten ab.
Passende Strategien in dieser Marktphase
5 von 30 Strategien der Academy nennen diese Marktphase. Jede Strategie ist mit ihrer ausführlichen Erklärung und ihrem Rechenbeispiel verlinkt.
- Richtung
- bullish mit Absicherung
- Max. Gewinn
- unbegrenzt
- Max. Verlust
- (S0 - Kp) + D
- Risiko definiert
- Legs
- 2
- Level
- 1
- Erfahrung
- Anfänger
- Richtung
- neutral, Kapitalerhalt
- Max. Gewinn
- (Kc - S0) + (C - D)
- Max. Verlust
- (S0 - Kp) - (C - D)
- Risiko definiert
- Legs
- 3
- Level
- 1
- Erfahrung
- Fortgeschritten
- Richtung
- richtungsneutral, große Bewegung
- Max. Gewinn
- unbegrenzt
- Max. Verlust
- D
- Risiko definiert
- Legs
- 2
- Level
- 2
- Erfahrung
- Fortgeschritten
- Richtung
- richtungsneutral, sehr große Bewegung
- Max. Gewinn
- unbegrenzt
- Max. Verlust
- D
- Risiko definiert
- Legs
- 2
- Level
- 2
- Erfahrung
- Fortgeschritten
- Richtung
- stark bullish
- Max. Gewinn
- unbegrenzt
- Max. Verlust
- W + D
- Risiko definiert
- Legs
- 2
- Level
- 4
- Erfahrung
- Profi
Was eine Ausbruchsphase ausmacht
Diese Phase erkennst du am Auslöser, nicht am Chartbild: ein Termin, an dem etwas entschieden wird, oder eine Konsolidierung, die sich am Rand ihrer Spanne zusammenzieht. Du erwartest eine große Bewegung und hast bewusst keine Meinung zur Richtung. Das ist eine legitime These — aber die teuerste, die es gibt.
Bezahlt wirst du über die realisierte Bewegung, nicht über die Richtung. Long Straddle und Long Strangle sind an beiden Enden offen und verdienen, sobald der Ausschlag größer ausfällt als die bezahlte Prämie. Genau da liegt die Hürde: Der Markt hat die erwartete Bewegung bereits eingepreist, und vor einem bekannten Termin ist die implizite Volatilität deshalb hoch.
Der Standardfehler ist, den Straddle direkt vor dem Termin zu kaufen. Danach fällt die implizite Volatilität schlagartig, und eine Bewegung, die groß aussieht, kann trotzdem zu klein sein, um diesen Verlust auszugleichen. Wer die Bewegung will, braucht eine Aussage darüber, ob sie größer ausfällt als die eingepreiste — nicht nur, dass sie kommt.
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Andere Marktphasen
Diese Inhalte sind allgemeine Information zu Optionsstrategien und richten sich an einen unbestimmten Personenkreis. Sie sind keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Finanzanalyse. Optionsgeschäfte können zum Totalverlust und bei ungedeckten Positionen zu Verlusten über den Einsatz hinaus führen. Angaben zu steuerlichen Themen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine Steuerberatung. Stand: 2026-08-06.